Fall 01 · Ein Kälberhandel im Mittleren Westen der USA
Jedes Kalb, ein Datensatz. Vom Kälberstall des Milchviehbetriebs bis zum Schlachthaken.
Ein Kälberhandel hat eine Schublade voller Geburtenlisten, Wiegescheine und Schlachtabrechnungen in einen rückverfolgbaren Datensatz pro Tier verwandelt und sieht jetzt, was jedes Tier wirklich gekostet und eingebracht hat.
Fall01
- Hunderte Kälber pro Woche
- Weniger als 10 Herkunftsbetriebe
- 2 bis 3 Sammelstellen
- 40 bis 60 Vertragsaufzüchter
- Mehrere Mast- und Schlachtbetriebe
Betriebsgröße in Bandbreiten angegeben. Der Kunde wird nicht genannt.
01Das Problem
Niemand hatte das ganze Tier im Blick.
Jedes Kalb ging zwischen Milchviehbetrieb und Schlachtbetrieb durch fünf oder sechs Hände, und jeder führte seine eigenen Unterlagen: eine Geburtenliste im Milchviehbetrieb, eine Ladeliste auf dem Lkw, ein Bewertungsblatt an der Sammelstelle, die Zählung des Aufzüchters, eine Mastabrechnung des Mastbetriebs, eine Schlachtabrechnung.
Keines dieser Dokumente nahm Bezug auf die anderen. Die Mastabrechnung zeigte den Gewinn des Mastbetriebs, nicht den des Kalbs. Fehlende Tiere fielen erst am Jahresende auf, als längst niemand mehr sagen konnte, wo sie geblieben waren.
Die Arbeit findet in Treibgängen und Buchten statt, mit Handschuhen und oft ohne Netz. Ein System, für das man am Schreibtisch sitzen muss, wird dort nicht genutzt.
02Die Daten, die entstehen
Was das System erfasst und wozu.
| Erzeugte Daten | Entscheidung oder Prüfung, die sie ermöglichen |
|---|---|
| Ein Datensatz pro Kalb: Herkunftsbetrieb, Geburtseintrag, Vater, Bewertung bei Abholung, Neubewertung an der Sammelstelle, Kosten, Partie, Aufzüchter, Mastbetrieb und Schlachtergebnis, jede Angabe als gescannt, importiert oder abgeleitet gekennzeichnet | Jeder sieht, was über ein Tier bekannt ist und woher die Information stammt. Lücken bleiben als Lücken sichtbar und werden nie mit Schätzungen gefüllt |
| Einstandskosten pro Tier, zusammengesetzt aus Kauf, Fracht, Tagen an der Sammelstelle und Zahlungen an die Aufzüchter, dazu Mastkosten und Schlachterlös | Der echte Gewinn vom Kalb bis zum Schlachthaken neben dem Gewinn laut Mastabrechnung, die immer nur den Anteil des Mastbetriebs zeigte |
| Beim Verladen gezählte und in Rechnung gestellte Tiere im Abgleich | Milchviehbetriebe nach der tatsächlichen Stückzahl bezahlen, nicht nach der Rechnung |
| Abgleich bei jeder Übergabe: Ladeliste gegen Empfang, Einstallung gegen spätere Zählungen der Aufzüchter, mit einem Grund für jedes fehlende Tier | Verluste werden dort gefunden, wo sie entstehen, nicht erst am Jahresende |
| Papiere den Tieren zugeordnet: Geburtenlisten, Mastabrechnungen und Schlachtabrechnungen per EID abgeglichen und bis zur Quellzeile nachvollziehbar | Schluss mit dem Abtippen im Büro; die Partieübersicht des Inhabers füllt sich von selbst und wird im gewohnten Format exportiert |
| Ergebnis nach Milchviehbetrieb, Vater und Einstallbewertung, mit Bandbreiten nach Stichprobengröße | Bei den Milchviehbetrieben und Vätern kaufen, deren Kälber überleben, zunehmen und gut klassifiziert werden |
| Berechnung von Verkaufszeitpunkt und Preismaske | Wann sich ein weiterer Masttag nicht mehr lohnt und welche Preismaske welches Schlachtbetriebs für diese Partie am meisten zahlt |
| Vollständigkeitsrate: Anteil der geschlachteten Tiere mit vollständigem Datensatz, nach Ursache aufgeschlüsselt | Datenqualität wird zur Arbeitsliste: Lesegerät reparieren, Papiere nachbessern oder beim Schlachtbetrieb nachhaken |
| Ein geregelter Datenbestand: nachvollziehbare Datenherkunft, Nutzungsrechte standardmäßig auf „nein“, schlüsselbasierte Pseudonyme | Dem Kunden gehört ein Datenbestand, den er später zu eigenen Bedingungen lizenzieren könnte |
03Entscheidungen, die es ermöglicht
Die Fragen, die es beantwortet.
01
Echte Kosten pro Tier
Vom Kauf bis zum Schlachterlös, für jedes Kalb einzeln aufaddiert statt über eine Partie gemittelt.
Auszug
Beispieldaten- Kauf
- Anteil an den Einstandskosten
- Fracht
- pro Tier, pro Ladung
- Sammelstelle
- Tage × Tagessatz
- Aufzüchter
- Vertragszahlung
- Schlachthaken
- Schlachtkörperwert wieder beim Kalb
02
Bezahlt wird, was gezählt ist
Milchviehbetriebe werden nach den beim Verladen gescannten Tieren bezahlt, nicht nach den in Rechnung gestellten.
Auszug
Beispieldaten- In Rechnung gestellt
- 48 Tiere
- Beim Verladen gescannt
- 47 Tiere
- Differenz
- 1 · Grund erforderlich
03
Abgleich bei jeder Übergabe
Bei jeder Übergabe wird verglichen, was abgefahren und was angekommen ist. So hat jeder Verlust einen Ort und einen Grund.
Auszug
Beispieldaten- Ladeliste
- 52
- Empfangen
- 52
- Zählung Aufzüchter, Tag 30
- 51 · 1 Tier verendet, Ursache erfasst
04
Kaufen, was sich lohnt
Ergebnisse nach Herkunftsbetrieb, Vater und Einstallbewertung, jeweils mit der Angabe, auf wie vielen Kälbern die Zahl beruht.
Auszug
Beispieldaten- Gruppe
- Milchviehbetrieb D-07 · Vater BX-118
- Stichprobe
- n = 38 · Bandbreite: mittel
- Ergebnis
- Überleben, Zunahme und Klassifizierung, nebeneinander
04Was wir messen werden
Ergebnisse folgen nach der ersten Saison.
Das System läuft noch keine volle Saison. Deshalb nennt diese Seite weder eingesparte Zeit noch weniger Fehler oder zusätzlichen Gewinn. Über diese Kennzahlen werden wir berichten, sobald der Kunde der Veröffentlichung zustimmt.
- 01VollständigkeitsrateAUSSTEHEND
- 02EID-ZuordnungsrateAUSSTEHEND
- 03Bürostunden für PapierkramAUSSTEHEND
- 04Zeit vom Eingang der Abrechnung bis zur AblageAUSSTEHEND
- 05Erkannte AbweichungenAUSSTEHEND
- 06Vermiedene Abzüge für schwere SchlachtkörperAUSSTEHEND
- 07Verluste nach EinstallbewertungAUSSTEHEND
05Die andere Hälfte der Kette
Wo dieser Fall in der Kette steht.
Beide Systeme laufen heute getrennt voneinander. Zusammen begleiten sie das Tier vom ersten Scan der Ohrmarke bis zum letzten Kilometer.
- 01 · SCANScan der OhrmarkeDie EID des Kalbs wird im Milchviehbetrieb gescannt, zusammen mit Herkunft und Vater.EIDVater
- 02 · BUCHTEinstallungAnkunft mit der Ladeliste abgeglichen, Tiere bewertet und gewogen.StückzahlBewertung
- 03 · PFLEGEGesundheitBehandlungen mit Arzneimittel, Dosis und Ende der Wartezeit.BehandlungADG
- 04 · LADENVerladenTiere verladen, Papiere hinterlegt, die 28-Stunden-Uhr läuft.FrachtbriefCVI
- 05 · FAHRTTransportAnkunftszeiten an Abgangs- und Zielort, Route, Zeit auf dem Lkw.ETAGPS-Spur
- 06 · NACHWEISVon der Ablieferung bis zum SchlachthakenUnterschriebene Stückzahl am Hoftor; Mastabrechnung und Schlachtkörperdaten wieder beim Kalb.UnterschriftPreismaske
Fall 02 · Viehtransport
Jede Ladung, quittiert.
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